YOSEIKAN BAJUTSU




Français Nederlands Italiano Deutsch English
Home Allgemeine vorstellung Das Bajutsu in Belgien Fotos Links Sitemap
Laatste update : dimanche 20 mars, 2005
Allgemeine vorstellung
   
Das Bajutsu in Belgien
   
Fotogalerie
Links
YOSEIKAN BAJUTSU

Überall auf der Welt, wo es Tiere gibt, auf denen der Mensch reiten kann, nutzten Krieger diese Tiere für ihre Zwecke. Ob dies die Ritter des europäischen Mittelalters, die Reiterhorden des Dschingis Khan oder die Nomaden der Sahara auf ihren Dromedaren waren : Alle erkannten die Vorteile des berittenen Kriegers. Er ist schneller, nutzt den Vorteil der erhöhten Position. Ebenfalls ist die Wucht eines Hiebes aus dem vollen Galopp ungleich gröber als zu Fuspanb

Aus Skelettfunden weibman, dab bereits in prähistorischen Zeiten Pferde auf den japanischen Inseln vorkamen, und bereits vor der Entstehung der Kriegerkaste der Bushi zogen berittene Krieger durch das Land. In späteren Zeiten wurde die Kunst des Reitens ein fester Bestandteil der Ausbildung eines Bushi. Wer ein Pferd besab, bot einen aristokratischen Anblick und war auf den ersten Blick als Angehöriger des Adels zu erkennen.

Während der Kamakura-Periode wurde tägliche Übung in den Kampfkünsten unerläblich für den samurai. Und neben dem Kampf mit Schwert, Bogen und Naginata gehörte auch das Bajutsu dazu, die Kunst ein Pferd zu reiten und auf seinem Rücken zu kämpfen.

Besonderes Training.

Das Bajutsu besab eigene Kihon (Grundübungen), die jedem Training vorangingen. Sodann folgte das Norikata, das korrekte Aufsitzen, das dem eigentlichen Kampf vorausgeht. Dies mub te zuerst beherrscht werden, bevor man sich in der Kunst übt, einen Gegner vom Pferd aus zu bekämpfen. Einmal im Sattel, kannte der Samurai den richtigen Sitz, der es ihm ermöglichte, sich stundenund tagelang im Sattel zu halten. Ebenso konnte er das Pferd ohne Zügel lenken, damit er die Hände frei hatte, um die Waffen führen zu können.

Die Notwendigkeit, Flüsse und Furten zu überqueren, führte zur Entwicklung einer weiteren Kunst, dem Sui-Bajutsu (Wasser-Pferdekunst). Hierbei wurde der Krieger ausgebildet, zusammen mit seinem Reittier Wasser zu durchqueren und selbst in dieser ungünstigen Position zu kämpfen.

Welche Waffen wurden aber vom Pferderücken aus verwendet ?

Vornehmlich, wie auch auf dem Boden, das Schwert, hier besonders das Tachi, jener Säbel, der als Vorgänger des Katana gilt. Das Tachi war stärker gekrümmt als das Katana und wurde mit der Schneide nach unten am Gürtel getragen. Dies führte zu einer Erde-Himmel-Zugweise, die im Kampf zu Pferd günstiger war als der Himmel-Erde-Zug des Katana. Man konnte so Gegner auf dem Boden bereits beim Ziehen der Waffe niederschlagen.

Die wohl bekannteste Spielart des Reiterkampfes ist wahrscheinlich das Yabusame, des Bogenschiben zu Pferd. Auf dem Schlachtfeld mubte der Krieger in der Lage sein, seinen Gegner auch im vollen Galopp zu treffen.

Weiter wurden Yari (Speer) und Naginata (Schwertlanze) eingesetzt, die allein durch die Wucht des angreifenden Reiter verheerenden Schaden anrichteten.

Tetsubo – tödliche Waffe zu Pferd.

Eine beinahe in Vergessenheit geratene Waffe, die erst zu Pferd ihre ganze Gewalt ausspielt, ist das Tetsubo (Eisenstab). Diese Waffe ist eine Art eiserne Keule, am oberen Ende stärker, sich nach unten verjüngend, und oft mit Spitzen besetzt. Es bedarf grober Kraft, um diese Waffe vom Boden aus zu führen, denn durch ihr grobes Gewicht ist sie sehr schwerfällig. Wird das Tetsubo jedoch vom Pferd aus geführt, wird es zu einer tödlichen Waffe gegen

Soldaten zu Fub, denn durch die Energie des galoppierenden Pferdes vergrö bert sich die Aufprallwucht derart, dab selbst eine Rüstung keinen Schutz mehr bietet. Bei all den Vorteilen des Reiters – was taten die unberittenen Soldaten, um sich zu schützen ? Die Ashigaru, meist ausgehobene Bauern und andere Angehörige niederer Stände, waren immer weniger gut gerüstet als ihre Herren, die Samurai. Doch dadurch waren sie auch wendiger – ihr Name bedeutet wörtlich „schnelle Fübe“.

Ashigaru – die „schnellen Fübe“.

Für sie bestand der beste Schutz darin, das Reittier des Kriegers zu Fall zu bringen, denn einmal auf dem Boden, war der Samurai in seiner Rüstung zu schwerfällig, um sich schnell zu erheben.

Meist wurden den Pferden die Beine unter dem Körper weggeschlagen, oft mit Naginata oder Tetsubo, um den unglücklichen Reiter dann zu töten. Die Samurai erkannten sehr früh den Wert des Pferdes als Helfer und Waffe. Und so ist es nicht verwunderlich, wenn die Sättel und Geschirre bald ebenso wertvoll wurden, wie alle anderen Waffen. Berühmte Schwertschmiede wie Muramasa stellten Sättel her, die mit Gold und Silber verziert waren.

Besonderer Schutz für die Pferde.

Ebenfalls wurden die Pferde mit Rüstungen geschützt, um sie ebenso gefährlich wie ihre Reiter zu machen. Viele Streitrosse sahen wie Drachen aus, wenn sie in voller Rüstung ins Feld zogen. An den Sätteln waren Bambusstäbe befestigt, die Banner mit dem persönlichen Mon, dem Wappen, des Reiters trugen, oder auf denen die groben Taten eines Daimyo aufgeführt wurden. Die Hufe wurden auch mit Stroh umwikkelt, um das Tier vor Kälte und Eis zu schützen.

Als erstes systematisierte das Otsubo-ryu das Bajutsu, ihm folgten dann noch an die fünfzig weitere Traditionen. Leider wird der berittene Kampf heute kaum noch geübt. Viele halten dies für veraltet, doch kann schon Reiten allein dem heutigen Kampfsportler viele Vorteile bieten.

Die Arbeit mit einem Lebewesen stellt an den Reiter grobe Anforderungen an Einfühlungsvermögen und Körperbeherrschung. Es fördert den Gleichgewichtssinn, der gerade in den Kampfkünsten vorrangige Bedeutung hat. Natürlich kann man in einer Reitschule nicht mehr lernen, vom Pferd aus zu kämpfen, doch kann auch ganz „normales“ Reiten sich sehr günstig auf die Entwicklung des Kampfsportlers auswirken. Leider sieht man heute nur noch wenige Männer in den Reitvereinen, un viele halten Reiten ganz offen für einen „Damensport“. Offenbar waren die Samurai nicht dieser Meinung.

Bajutsu in Europa.

In Europa wurde diese alte Form des Kampfes vor allem von Meister Hiroo MOCHIZUKI (8.Dan Aiki, 8.Dan Ju-Jitsu, 7.Dan Karate, 5.Dan Iai), dem Begründer des Yoseikan Budo, zu neuem Leben erweckt.

Dab er dabei nur sehr beschränkt auf sein Heimatland Japan zurückschauen konnte, liegt auf der Hand, denn hier gibt es kaum noch Schulen, die das komplette traditionelle Bajutsu lehren. Auber dem Yabusame gibt es kaum noch überlebende Techniken.

Das Programm des Yoseikan Bajutsu ist vielseitig und praxisgerecht. Neben dem Erlernen der eigentlichen Reitkunst übt der Anfänger zuerst einmal die Handhabung der verschiedensten Waffen, so etwa den Speerwurf und das Speerstechen, das Kämpfen mit Schwert und Dolch sowie das Bogenschieben. Erst später folgt das gleiche auf dem wakkeligen Pferderücken.

Interessanterweise wird dabei nicht der lange, asymmetrische japanische Bogen benutzt, sondern der kurze, gekrümmte mongolische Reiterbogen, der heute noch in Korea hergestellt wird und sich wesentlich besser für das Schieben vom Pferd herunter eignet als der umständliche Bambusbogen der Japaner. Bei den Schwerttechniken werden sowohl das echte stählerne Katana benutzt als auch das Holzschwert (Boken) und die mit Schaumstoff überzogene Übungswaffe (ken mousse = Tchôbo) des Yoseikan Budo.

Ganz klar, dab auch hier Vorsicht oberstes Gebot ist und dab die scharfe Waffe gröbtenteils nur bei Zielübungen zur Anwendung kommt.

Beim Zweikampf gegen einen oder mehrere andere Reiter gebraucht man die für den anderen absolut ungefährliche Übungswaffe.

Hat der Anfänger-Bajutsuka sich erst mal mit seinem Reittier und den Waffen vertraut gemacht, wartet noch ein ganzes Spektrum von immer schwierigeren Übungen und Fertigkeiten auf ihn : der kontrollierte Fall von einem Pferd, das Bogenschieben zuerst vom trabenden, dann vom galoppierenden Pferd herunter auf die verschiedensten Ziele, das Speerstechen und –werfen, das Werfen mit dem Dolch, das Kämpfen mit dem Schwert zu Pferde und vieles mehr.

Im deutschsprachigen Raum gibt es zur Zeit noch keinen Yoseikan-Bajutsu-Verein, Verantwortlicher für Deutschland und den World ist Stany LEDIEU (4.Dan).

Interessenten brauchen übrigens keine Scheu zu haben, sich bei ihm zu melden : Sie müssen weder ausgebildete Reiten sein noch über herausragende Kampfkunstvorkenntnisse verfügen. Pferde und Waffen werden dem Anfänger zur Verfügung gestellt.

Stany LEDIEU

Contactez nous : info@bajutsu.com
Copyright - Bajutsu - Tous droits réservés-1999/2005
Stany LEDIEU - 440 chaussée de Namur à 5030 BEUZET (BELGIQUE)
Tél/fax 32(0)81/56.08.18 - Portable 32(0)475/76.94.39
webmaster